Messlokationsänderung vom LF an MSB — Sicht LF
Der Prozess beschreibt die Interaktionen zwischen dem LF und MSB der Messlokation für den Fall, dass der LF die Änderung technischer Einrichtungen der Messlokation beauftragt, ohne dass es zugleich zu einem Wechsel des MSB kommt. Der MSB der Messlokation prüft, ob aufgrund der Beauftragung des LF eine Messlokationsänderung vorzunehmen ist. Der MSB der Messlokation prüft auch unverzüglich, ob der mit der Beauftragung genannte gewünschte Änderungstermin aus technischen oder betriebsbedingten Gründen eingehalten werden kann. Er hat hierzu ggf. unverzüglich einen Termin mit dem AN abzustimmen. Kann der Termin absehbar nicht eingehalten werden, so ermittelt er, zu welchem nächstmöglichen Termin die gewünschte Änderung möglich ist. Nach erfolgten Prüfungen antwortet der MSB der Messlokation dem LF fristgerecht mit einer Auftragsbestätigung oder Ablehnung.
Prozessablauf aus Sicht des LF
Prozessschritte
Beauftragung Änderung
LF MSB (entspricht MSB am Objekt Messlokation)Prüfidentifikatoren
- 17011 — Bestellung Angebot Änderung Technik · AS4
Ablauf
Nachricht an MSB (entspricht MSB am Objekt Messlokation) · AS4
Schreibende Schnittstelle
- Vorgang fortgeschrieben — Prozessdaten aktualiseren
POST /updateProcessData
Schreibt den bestehenden Vorgang im Backend fort, nachdem die Nachricht erstellt ist.
- Vorgang fortgeschrieben — Prozessdaten aktualiseren
Antwort
LF MSB (entspricht MSB am Objekt Messlokation)Z33Prüfidentifikatoren
Ablauf
Nachricht von MSB (entspricht MSB am Objekt Messlokation) · AS4
Antwort nach Entscheidungsbaum
19005,19006→ E_0250 · MSB · Beauftragung zur Messlokationsänderung prüfen
Aperak-Prüfungen
19005,19006→Z33— Aperak Prüfung: Ist referenzierte Nachricht bekannt ?
Schreibende Schnittstelle
- Vorgang fortgeschrieben — Prozessdaten aktualiseren
POST /updateProcessData
Schreibt den bestehenden Vorgang im Backend mit den Daten der eingegangenen Nachricht fort.
- Vorgang fortgeschrieben — Prozessdaten aktualiseren
Scheitern der Änderung
LF MSB (entspricht MSB am Objekt Messlokation)Z10Z17Z18Prüfidentifikatoren
- 21025 — Statusmeldung · AS4
Ablauf
Nachricht von MSB (entspricht MSB am Objekt Messlokation) · AS4
Antwort nach Entscheidungsbaum
21025→ E_0286 · MSB · Messlokationsänderung durchführen
Aperak-Prüfungen
21025→Z10— Aperak Prüfung: Ist Lokation bekannt ?21025→Z1721025→Z18
Schreibende Schnittstelle
- Vorgang fortgeschrieben — Prozessdaten aktualiseren
POST /updateProcessData
Schreibt den bestehenden Vorgang im Backend mit den Daten der eingegangenen Nachricht fort.
- Vorgang fortgeschrieben — Prozessdaten aktualiseren
Entscheidungsbäume dieses Prozesses
| EBD | Name |
|---|---|
| E_0250 | Beauftragung zur Messlokationsänderung prüfen |
| E_0286 | Messlokationsänderung durchführen |
Prozess-Informationen
Wortlaut der Lesefassung, Steckbrief Kap. 3.3.2.1, S. 54–56.
Vorbedingungen
- Der LF kann eine Änderung der Messlokation vom MSB verlangen, wenn und soweit er hierzu aufgrund rechtlicher Bestimmungen oder aufgrund bilateraler Vereinbarungen mit dem MSB berechtigt ist.
- Use-Cases Lieferbeginn und Neuanlage (GPKE Teil 2): Sofern die zu einem Zuordnungsbeginn vorhandene Gerätetechnik die Anmeldung nicht ermöglicht und der LFN bzw. LF die Änderung der Gerätetechnik über den hier beschriebenen Use-Case beauftragen möchte,
- besitzt der LFN bzw. LF eine gültige Vollmacht des Letztverbrauchers bzw. EZ in dessen Namen die Änderung beauftragen zu dürfen und
- die Vollmacht liegt beim MSB der Messlokation vor.
Ergebnisse
- Wenn die Beauftragung durch den MSB der Messlokation bestätigt und die Änderung an der Messlokation erfolgreich durchgeführt wurde, versendet der MSB der Messlokation die geänderten Stammdaten.
- Durch die in diesem Use-Case durchgeführten Änderungen kann es unter anderem dazu kommen, dass eine Wertübermittlung erforderlich ist. Hierzu wird das SD „Aufbereitung und Übermittlung von Werten vom MSB der Messlokation“ (WiM Teil 2) durchgeführt. Die Beauftragung der Werteübermittlung ergibt sich aus den Werten des entsprechenden Stammdatums. Es erfolgt keine weitere Beauftragung gegenüber dem MSB.
Fehlerfall
Ergebnis im Fehlerfall
War der MSB der Messlokation nicht in der Lage, die Änderung fristgerecht durchzuführen (z.B. wegen dauerhafter Nichterreichbarkeit der Messeinrichtung), so teilt er das Scheitern der Änderung dem LF mit.
Weitere Anforderungen
Hinweis: Die notwendigen Prozessschritte bei der Bestellung einer Konfiguration (z.B. Bilanzierungsverfahrenswechsel, sofern alle Messlokationen der Marktlokation mit kME mit RLM ausgestattet sind, Zählzeitdefinition des NB vom LF (z.B. als Voraussetzung für die Bestellung der Schwachlastkonzessionsabgabe) oder Zählzeitdefinition des LF vom LF, sofern alle Messlokationen der Marktlokation mit iMS ausgestattet sind) sind nicht über diesen Prozess anzustoßen, sondern müssen über die Use-Cases des Kapitels „Bestellung einer Konfiguration“ (GPKE Teil 3) angestoßen werden. Die Schaffung der gerätetechnischen Voraussetzungen für die Bestellung einer Konfiguration über diese GPKE-Use-Cases können ggf. über die hier beschriebenen Use-Cases zur Messlokationsänderung oder im Rahmen des Gerätewechsels beauftragt werden.
Erste Nachricht
Der Beteiligte dieser Seite sendet selbst: „Beauftragung Änderung“ an MSB (entspricht MSB am Objekt Messlokation) (Schritt 1).
Ziel
Die vom LF beauftragte Änderung an der Messlokation ist vom MSB der Messlokation durchgeführt.
Andere Sichten des Prozesses
Derselbe Prozess, aus den Augen der anderen Beteiligten: dieselben Schritte, jeweils aus deren Sicht gelesen.
- Sicht MSB-MELO — MSB am Objekt Messlokation · Marktrolle MSB
Hinweise zu dieser Seite
Die Schritte sind die möglichen Nachrichten dieses Prozesses, keine Abfolge — die Quelle führt weder Bedingungen noch Alternativen. Das Kästchen am Schritt nennt links die eigene Sicht: ← empfängt sie, → sendet sie. Zugeklappte Schritte laufen zwischen anderen Marktpartnern. Die Nummern sind die der Quelle; wo eine fehlt, fehlt sie dort.
Welches Ereignis diese Schritte anstößt, benennt die Quelle noch nicht.
Betrifft: 1
Die Konnektortabelle führt für diese Schritte keinen Schreibaufruf. Abgeleitet aus dem Prozessverlauf: Die eigene Rolle war an diesem Prozess schon beteiligt, der Vorgang besteht also.
Zu den Prüfidentifikatoren dieser Schritte liegt kein Testfall im Testbestand; der Knopf »Ausprobieren« der schreibenden Schnittstelle bietet deshalb keinen Rumpf an.